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Eiweiß-Kreatinin-Quotient im Urin (UPC)

Urin ·Auch genannt: UPC, UPCR, Eiweiß-Kreatinin-Quotient, Protein-Kreatinin-Verhältnis

Was es ist

Teilt man das Urineiweiß durch das Urinkreatinin, hebt sich der Konzentrationseffekt auf — eine verdünnte Morgenprobe und eine konzentrierte Nachmittagsprobe liefern vergleichbare Antworten. Das ist der Standard zur Quantifizierung einer Proteinurie bei Hund und Katze.

Warum die Tierarztpraxis den Wert bestimmt

Anhaltender Eiweißverlust schädigt die Nieren über die Zeit und verkürzt das Leben, lässt sich aber mit Medikamenten und Diät verlangsamen. Der UPC ist die Grundlage dieser Entscheidung und der Verlaufskontrolle, weshalb er meist mehrfach und nicht nur einmal bestimmt wird.

Was ein hoher Wert bedeuten kann

  • Eiweißverlierende Nierenerkrankung mit geschädigtem Filter
  • Entzündung, Infektion oder Blutung im Harntrakt — die zuerst ausgeschlossen sein müssen, sonst bedeutet die Zahl nichts
  • Bluthochdruck
  • Manche Infektionskrankheiten, darunter durch Zecken übertragene Erkrankungen und Leishmaniose
  • Cushing-Syndrom beim Hund

Was ein niedriger Wert bedeuten kann

  • Ein niedriger Quotient ist der normale, gesunde Befund

Unterschiede zwischen Hund und Katze

Die Grenzwerte unterscheiden sich leicht zwischen den Arten — Katzen gelten schon bei einem niedrigeren Quotienten als proteinurisch als Hunde — und beide werden zusammen mit dem IRIS-Nierenstadium und nicht isoliert bewertet. Meist wird ein erhöhter Wert an zwei bis drei getrennten Proben bestätigt, bevor behandelt wird.

Fragen, die sich in der Sprechstunde lohnen

  • Wurden Infektion und Entzündung vor dieser Messung ausgeschlossen?
  • Sollten wir den Wert vor Therapiebeginn wiederholen?
  • Wurde der Blutdruck meines Tieres gemessen?

Verwandte Begriffe

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