Bilirubin im Urin
Urin ·Auch genannt: Bilirubinurie, Gallenfarbstoff im Urin
Was es ist
Bilirubin entsteht beim Abbau roter Blutkörperchen und wird normalerweise über die Galle ausgeschieden. Die Hundeniere kann einen kleinen Teil davon direkt verarbeiten und ausscheiden, weshalb Spuren im Hundeurin ohne Erkrankung vorkommen. Die Katzenniere hat eine viel höhere Schwelle.
Warum die Tierarztpraxis den Wert bestimmt
Bilirubin erscheint oft im Urin, bevor das Tier gelb aussieht — es kann also ein früher Hinweis auf Lebererkrankung, Gallenstau oder Erythrozytenabbau sein. Bei einer Katze sollte es immer einen Blick auf die Leberwerte nach sich ziehen.
Was ein positiver Befund bedeuten kann
- Lebererkrankung oder verminderter Gallenfluss
- Zerstörung roter Blutkörperchen
- Verlegung des Gallengangs
- Beim Hund: konzentrierter Urin, besonders bei Rüden, wo eine Spur normal sein kann
Was ein negativer Befund bedeutet
- Ein negatives Ergebnis ist normal und der zu erwartende Befund bei jeder gesunden Katze
Unterschiede zwischen Hund und Katze
Das ist einer der klarsten Unterschiede zwischen Hund und Katze in der Urinuntersuchung. Ein einfach positives Bilirubin in einer konzentrierten Hundeprobe wird oft ignoriert; dasselbe Ergebnis bei einer Katze gilt als echter Befund und löst eine Leberdiagnostik aus.
Fragen, die sich in der Sprechstunde lohnen
- Müssen wir bei meiner Katze deswegen die Leberwerte prüfen?
- Wie konzentriert war die Probe?
- Zeigen Zahnfleisch oder Augen einen gelblichen Schimmer?
Verwandte Begriffe
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